AMA Innovationspreis 2026: Drei junge Unternehmen im Finale

Hohe Beteiligung junger Innovatoren unterstreicht die Dynamik der Branche

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik nominiert drei junge Unternehmen für den AMA Innovationspreis 2026. Alle drei Finalisten werden mit dem Sonderpreis „Junges Unternehmen“ ausgezeichnet und sind zugleich für den Hauptpreis nominiert. Die hohe Zahl qualifizierter Einreichungen junger Firmen belegt die ausgeprägte Innovationsdynamik der Branche.

 

Starke Beteiligung junger Unternehmen

Insgesamt 13 Forscher- und Entwicklerteams aus dem In- und Ausland reichten ihre Projekte ein. Neun Bewerbungen stammen von Unternehmen, die weniger als fünf Jahre am Markt sind, unter 50 Mitarbeitende beschäftigen und einen Jahresumsatz von unter zehn Millionen Euro erzielen. Diese Entwicklung verdeutlicht die starke Gründungsdynamik und Innovationskraft in der Sensorik und Messtechnik.

 

Die nominierten Unternehmen

Coher Sense UG, Lübeck

Dr. Oliver Lischtschenko entwickelte mit „KISA – Das Multimeter für Laser“ ein kompaktes, schnelles und industriefähiges Messsystem. KISA vermisst Laserstrahlung eigenständig und bestimmt gleichzeitig Leistung und Wellenlänge. Die Technologie basiert auf Erkenntnissen aus der Fusionsforschung und ersetzt in bestimmten Anwendungen komplexe Messaufbauten wie Fizeau-Interferometer, Spektrometer oder Fabry-Pérot-Interferometer.

 

Metubiq GmbH, Kassel, in Kooperation mit der Universität Kassel
Hüseyin Serbes, Andre Stelter, Alexander Metzker sowie Dr. Stanislav Tereschenko und Prof. Dr. Peter Lehmann entwickelten eine vibrationsimmune Inline-Weißlichtinterferometrie für die Fertigung. Die patentierte Schwingungskompensation ermöglicht hochpräzise 3D-Mikrotopografiemessungen mit Subnanometer-Genauigkeit direkt in der Produktionsumgebung und eröffnet neue Möglichkeiten für die Inline- und In-situ-Qualitätskontrolle.

 

Moldsonics GmbH, Linz (Österreich)
Dr. Bernhard Praher und Dr. Thomas Mitterlehner präsentieren eine ultraschallbasierte Inline-Sensorplattform zur kontinuierlichen Überwachung von Prozesszustand und Verschleiß in der Kunststoffverarbeitung. Die Lösung erfasst prozessrelevante Daten im Spritzgießen sowie in Schnecke und Zylinder von Extrudern im laufenden Betrieb. Hochtemperatursensoren bis 300 °C und standardisierte Schnittstellen ermöglichen die Integration in bestehende Anlagen.

 

Preisverleihung auf der SENSOR+TEST 2026

Alle drei Nominierten erhalten als Sonderpreis „Junges Unternehmen“ einen kostenfreien Messeauftritt auf der SENSOR+TEST 2026 in Nürnberg und konkurrieren zugleich um den AMA Innovationspreis 2026, der mit 10.000 Euro dotiert ist.

„Die diesjährigen Einreichungen haben uns vor eine anspruchsvolle Auswahl gestellt. Die Innovationsbreite und -tiefe war außergewöhnlich hoch“, erklärt Prof. Dr. Klaus Stefan Drese, Juryvorsitzender vom Institut für Sensor- und Aktortechnik der Hochschule Coburg. „Besonders erfreulich ist die starke Beteiligung junger Unternehmen. Sie belegt eindrucksvoll, wie dynamisch sich die Sensorik und Messtechnik entwickelt und wie konsequent neue Ideen in marktfähige Lösungen überführt werden.“

 

Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am 9. Juni 2026 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der SENSOR+TEST 2026 in Nürnberg.

 

Weitere Informationen sowie eine Übersicht aller Bewerbungen in alphabetischer Reihenfolge: AMA Innovationspreis - Die Berwerber