Sensorik- und Messtechnikbranche behauptet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld

Die Sensorik- und Messtechnikbranche ist mit einer insgesamt positiven Entwicklung in das Jahr 2026 gestartet. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage des AMA Verbandes unter seinen rund 450 Mitgliedsunternehmen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg der Branchenumsatz um zwölf Prozent. Für das zweite Quartal erwarten die Unternehmen ein weiteres Umsatzwachstum von fünf Prozent.

 

Auch der Auftragseingang entwickelte sich im ersten Quartal erfreulich und legte gegenüber dem Vorquartal um 16 Prozent zu. Mit einem Book-to-Bill-Ratio von 1,16 weist die Branche weiterhin eine solide Nachfrage nach Sensorik- und Messtechniklösungen auf. Die Beschäftigungssituation bleibt ebenfalls stabil: Nur fünf Prozent der befragten Unternehmen gaben an, derzeit Kurzarbeit einzusetzen.

 

Trotz eines insgesamt herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds investieren die Unternehmen weiterhin in ihre Zukunftsfähigkeit. Ein zentrales Thema ist dabei die Regulierung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Die Umfrage zeigt, dass sich die Mehrheit der Unternehmen bereits intensiv mit den möglichen Auswirkungen befasst. Viele befinden sich in der Analyse- oder Planungsphase, andere haben bereits konkrete Maßnahmen zur Anpassung ihrer Produkte und Prozesse eingeleitet.

 

„Die Ergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass die Sensorik- und Messtechnikbranche wächst und gleichzeitig ihre Zukunftsthemen aktiv adressiert“, sagt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Die positive Dynamik im Auftragseingang unterstreicht die Innovationskraft unserer Branche. Gleichzeitig gehen unsere Unternehmen regulatorische Themen wie PFAS frühzeitig und strategisch an. Als AMA Verband unterstützen wir unsere Mitglieder dabei aktiv.“

Fokus auf Stabilität und Zukunftsfähigkeit

Die Sensor- und Messtechnikbranche hat sich im Jahr 2025 leicht stabilisiert und zeigt zum Jahresende eine moderate Aufwärtsentwicklung. Laut aktueller Umfrage des AMA Verbands stieg der Umsatz im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent und lag 11 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit einem Plus von 2 Prozent leicht positiv. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 0,96 bleibt die Nachfrage insgesamt verhalten, zeigt jedoch eine stabile Tendenz. Kurzarbeit spielte im vierten Quartal kaum eine Rolle, was auf eine robuste Beschäftigungssituation hinweist.

 

Die Exportquote der Branche lag 2025 bei 50 Prozent. Europa bleibt mit einem Anteil von 31 Prozent ein zentraler Absatzmarkt. Gleichzeitig richten viele Unternehmen ihren Blick verstärkt auf die Sicherung bestehender Märkte sowie den Ausbau internationaler Partnerschaften.

 

Im Hinblick auf die internationale Expansion gewinnt Indien an Bedeutung. Vor dem Hintergrund möglicher Handelsabkommen zwischen der EU und Indien planen 48 Prozent der befragten Unternehmen, ihre bestehenden Aktivitäten dort auszubauen. Weitere 19 Prozent erwägen einen Markteintritt oder eine Intensivierung ihres Engagements. Gleichzeitig sieht rund ein Viertel derzeit keinen konkreten Handlungsbedarf. Insgesamt zeigt sich, dass der indische Markt zunehmend in den Fokus rückt, Investitionsentscheidungen jedoch stark von regulatorischen und handelspolitischen Rahmenbedingungen abhängen.

 

Ein weiteres zentrales Thema ist die Vorbereitung auf den Cyber Resilience Act der EU. Hier zeigt sich ein heterogenes Bild: 31 Prozent der Unternehmen fühlen sich bereits gut vorbereitet, während sich jeweils ein Drittel noch in der Planungsphase befindet oder bislang keine konkreten Maßnahmen umgesetzt hat. Dies verdeutlicht, dass die Relevanz regulatorischer Anforderungen erkannt wird, die praktische Umsetzung jedoch vielfach noch am Anfang steht.

 

Für das Jahr 2026 blickt die Branche vorsichtig optimistisch nach vorn. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität, die Stärkung der Innovationskraft sowie der schrittweise Ausbau der Cyber-Resilienz, um den wachsenden technologischen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.